Die Zielgruppe der Nintendo Wii ist definitiv eine etwas jüngere als die
der anderen Konsolen. Da wundert es nicht, wenn man eher wenige Shooter auf
Nintendos Konsole findet - oder aber Shooter mit USK 12, die auf ein jüngeres
Publikum zugeschnitten sind, so wie EAs "Nerf N-Strike". Wen genau
Nerf N-Strike begeistern kann und was es mit den Blastern auf sich hat, erfahrt
ihr in unserem Review.
B.O.B.
ist da!
Schon vor dem Starten des Spiels habt ihr einiges zu tun. Jedes Nerf N-Strike
wird mit einem schicken Blaster geliefert, der wie eine aufgemotzte
Lightgun aussieht. Zum Einsetzen der Wii Remote müsst ihr am vorderen
Ende zwei Knöpfe
zusammendrücken, die Sicherung lösen und dann den Blaster-Aufsatz
mit der Wii Remote austauschen. Im Spiel selbst braucht ihr dann nichts anderes
als euren Blaster auf den
Bildschirm zu richten und abzudrücken - durch Hebel und Schalter wird
im innern des Blasters der B-Knopf eurer Wii Remote gedrückt und ein
virtueller Schuss abgefeuert.
Nerf N-Strike beginnt mit dem Teenager Shane, der bei einem Arcade Spiel
den Highscore knackt. Während seine Freunde sich noch über Blaster aus dem
Spiel unterhalten, hat ein Roboter namens B.O.B. Shane ins Visier genommen
und lädt ihn ein N-Strike-Rekrut zu werden. Shane nimmt natürlich sofort
an, bietet sich für ihn doch die einmalige Chance, neue Blaster freizuschalten
und sich gegen andere Nerf N-Strike Spieler zu beweisen.
Im Missionsmodus müsst ihr nun nacheinander gegen vier andere Rekruten antreten
und diese in jeweils fünf Disziplinen schlagen. Dabei ist sowohl schnelle
Reaktion als auch Geschicklichkeit gefragt. So müsst ihr z.B. Horden
von Gegnern (kindgerecht natürlich Roboter) abschießen - wobei jede Menge
Boni das Leben leichter machen - oder aber in Puzzlegames bestimmte Blöcke
von einer Plattform schießen. Ziel von
jedem
Spiel ist es,
den Highscore des jeweiligen Rekruten zu schlagen. Als Belohnung winken
neue Blaster und der nächste Rekrut.
Schnappt euch eure Freunde! Neben
dem Missionsmodus könnt ihr euch bei Nerf N-Strike auch ins Freie Spiel stürzen.
Hier könnt ihr alle Spielmodi aus den Missionen nochmal ohne Highscore-Druck
spielen und üben. Da ihr den Storymodus auch als Anfänger sehr schnell durchgespielt
haben werdet und das freie Spiel im Singleplayermodus nur wenig fesselnd
ist, bietet Nerf N-Strike noch einen Multiplayermodus für bis zu vier Spieler.
Um gegen einen oder mehrere Freunde anzutreten
wählt ihr vorher einfach die Disziplinen für die 10 Matches aus
und spielt dann im Splitscreen gegeneinander. Ein WiFi-Modus wäre perfekt
gewesen, aber wenn ihr gute Freunde habt macht Nerf N-Strike auch so eine
Menge Spass.
Präsentation Die Grafik von Nerf N-Strike ist soweit in Ordnung, lediglich
das Kantenflimmern wurde stellenweise noch nicht ganz ausgemerzt. Die Zwischensequenzen
im Missionsmodus präsentieren sich in Standbild-Comics und seltsamerweise
in 4:3 Format, während das restliche Spiel ganz normal in 16:9 daher kommt.
Die Musikuntermalung und die Soundeffekte sind nicht überragend, passen aber
zum Spielgeschehen. Zusätzlich plappern die Charaktere in den Zwischensequenzen
munter drauf los - komplett in Deutsch, versteht sich.
Die Steuerung mittels dem Blaster macht eine Menge Spass und gibt Nerf N-Strike
ein einzigartiges Shooter-Feeling. Wenn ihr euch aber zu lange dem Spiel
mit dem Blaster hingebt, werdet ihr leichte Schmerzen im Handgelenk verspüren.
Auch nur mit der Wii Remote reagiert das Spiel präzise und lässt sich gut
steuern. Da ihr zudem nicht laufen müsst (ähnlich wie bei einem Rail-Shooter),
könnt ihr euch ganz auf das Zielen und Schießen mit dem Blaster konzentrieren.
Alles in allem wurde Nerf N-Strike perfekt für die Nintendo Wii umgesetzt
- der mitgelieferte Blater macht das Spiel zudem zu etwas Besonderem! Da
kann man bei der schwächelnden Grafik und dem mittelmäßigen Sound schon mal
ein Auge zudrücken...
Fazit
Nerf N-Strike hat eine USK von 12 Jahren bekommen und ist auch definitiv für
Jugendliche diesen Alters ausgelegt. Der mitgelieferte Blaster bietet ein einmaliges
Spielerlebnis und auch wenn der Singleplayermodus schnell durchgespielt ist,
bietet gerade der Multiplayermodus langanhaltenden Spass. Das wohl größte Defizit
ist der fehlende WiFi-Modus - so hätte aus dem gewaltfreien Spielprinzip noch
weitaus mehr rausgeholt werden können.
Vielen Dank an EA - Electronic Arts für die Bereitstellung
eines kostenlosen Reviewexemplars